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Zur Vorgeschichte:

Als am 26. Dezember 2004 ein Tsunami in den Küstenregionen Südostasiens großflächige Zerstörungen hervorrief und Millionen vom Menschen getötet oder verletzt wurden, entstand in den Reihen der Flughafenfeuerwehr München das Bedürfnis, hier Hilfe zu leisten.

Am Nachmittag des 30. Dezember 2004 sagte die Lufthansa zu, der geplanten Aktion einen kompletten Fracht-Jumbo (Boing 747) kostenlos zur Verfügung zu stellen, mit der Möglichkeit ca. 100 Tonnen an Hilfsgütern in das Krisengebiet zu transportieren. Die Flughafen München GmbH unterstützte die Aktion mit 30000 Euro. Die inzwischen gebildete Einsatzleitung am Münchener Flughafen entschied sich für den Süden von Sri Lanka als Zielgebiet. In Zusammen-arbeit mit notfall- und tropenmedizinisch erfahrenen Ärzten der Feuerwehr und Fachleuten aus dem technischen Bereich wurde das weitere Vorgehen geplant. Noch in der Nacht des 30. Dezember wurden die ersten Kontakte mit Herstellern der benötigten Hilfsgüter und Ausrüstung aufgenommen. Bereits bis zum frühen Nachmittag des folgenden Tages (31. Dezember) wurden von der Industrie und von privaten Spendern 101 Tonnen an Hilfsgütern und Ausrüstung fest zugesagt. Davon waren 24 t Medikamente und medizinische Ausrüstung, 22 t technische Geräte, 15 t Trinkwasser und Lebens-mittel sowie 20 t weitere Hilfsgüter wie Kleidung, Decken, Feldbetten und Zelte. Noch in der selben Nacht (Silvester) begannen zahlreiche um ihre Mithilfe gebetene Berufsfeuerwehren damit, die aus dem gesamten Bundesgebiet gespendeten Hilfsgüter kostenlos zum Münchner Flughafen zu transportieren.

Während zwei Tage später am 02.01.2005 die erste Einsatzmannschaft, bestehend aus fünf Feuerwehrmännern und einem Arzt, nach Sri Lanka aufbrach, begannen am Münchner Flughafen intensive Verladearbeiten. Hierzu stellte die Flughafen München GmbH die benötigte Logistik und Lagerkapazität kostenlos zur Verfügung, freiwillige Feuerwehren unterstützten mit Personal. Die OMV-Mineralölgesellschaft am Münchner Flughafen spendete den für den Frachtflug benötigten Treibstoff im Wert von 50.000 Euro.

Am 04.01.2005 übernahm die bereits vor Ort befindliche Einsatzgruppe die Hilfsgüter am Flughafen in Colombo, transportierte diese mit 10 LKW in das Zielgebiet im Süden von Sri Lanka und organisierte die Verteilung. Außerdem wurde damit begonnen, die unbrauchbar gewordenen Trinkwasserbrunnen instand zu setzen und die betroffene Bevölkerung medizinisch zu versorgen. Im weiteren Verlauf waren insgesamt 20 Hilfsteams über 6 Monate im Einsatz. Insgesamt wurden 230 t Hilfsgüter nach Sri Lanka transportiert und verteilt, ca. 3500 Personen medizinisch versorgt, 1020 Trinkwasserbrunnen instandgesetzt und 1600 Zelte zur Verfügung gestellt und aufgebaut.