Menu
K
K

 
Berichte vom 29.09. - 05.10.2010

Hilfe für Pakistan 29.09.2010

Heute trat ein Problem mit der Wasseraufbereitungsanlage der Fa. Südchemie auf, die Techniker fuhren nach draußen und konnten den Schaden beheben, in dem sie ein Schütz auswechselten, dabei hatten sie sehr viel interessierte Zuschauer um sich herum.
Ein älterer Herr mit seinem Sohn, der nach einem Mopedunfall in einem örtlichen Hospital erstversorgt wurde, fand sich ein, es wurden, die mittlerweile eingetrockneten Verbände, gewechselt was einige Zeit in Anspruch nahm und auch sehr schmerzhaft war. Die Malariafälle im Infusionszelt mussten weiter betreut werden, es gab auch Patienten, die wegen angeborener Krankheiten vorstellig waren, die dann leider zu lokalen Ärzten weiterverwiesen wurden. Alles im Allen waren es wieder 350 Patienten, die unsere Leute aufsuchten. Die Dankbarkeit ist so groß, dass manch Einheimischer zu Allah um ein langes Leben für unser Team betete.

Hilfe für Pakistan 30.09.2010

An dem heutigen Tag war sehr viel Arbeit für die Techniker; in unserer Unterkunft mussten kleinere Reparaturen durchgeführt werden und bei unserer Wasseraufbereitung herrschte sehr große Nachfrage, so dass beide Wasserblasen in Betrieb genommen wurden.
Die Mediziner hatten wieder 300 Patienten, am Vormittag wurde das Infusionszelt gereinigt, abends kamen 5 kleine Jungs mit sehr hohem Fieber, einer von ihnen wurde positiv auf Malaria getestet, ebenso wie eine Frau, alle wurden stationär aufgenommen. 5 kleinere OP's wurden durchgeführt. Gegen Nachmittag wurde unser Dolmetscher wegen Fieber "krank geschrieben" und nach Hause geschickt. Die Stimmung im Camp ist sehr gut und alle erfreuen sich bester Gesundheit.

Hilfe für Pakistan 01.10.2010

Am heutigen Freitag war der erste etwas ruhigere Tag mit etwa 250 Patienten, so konnte ein Techniker mit 2 Mediziner zur Trinkwasseraufbereitungsanlage der Südchemie fahren und nach dem Rechten schauen, dabei wurden versucht in einer Apotheke noch einige Medikamente zu besorgen.
Im Medizinischen Lager waren überwiegend dermatologische, schwere Infektionen mit hohem Fieber, Mittelohrentzündungen und einige Schwangere Frauen zu behandeln. Bei den Infusionszelten war ein reges Kommen und Gehen. Über Nacht musste jedoch nur ein junger Bursche mit Malaria zur Weiterbehandlung im Zelt verbleiben.

Hilfe für Pakistan 02.10.2010

Der heutige Tag war wieder ganz normal mit 380 Patienten. Im Damenzelt machten unsere Helferinnen gute Erfahrungen mit einer selbst vorgefertigten Zinklösung zur Behandlung bei Durchfallerkrankungen von Kindern, mit Orangenpulver und Wasser gemischt wurde diese von unseren kleinen Patienten gerne angenommen. Es kamen wieder z.T. schwer erkrankte Frauen und Kinder mit hohem Fieber, Asthma und vier neue Malariafälle, von denen drei stationär aufgenommen wurden. Auf der chirurgischen Seite gab es auch einiges zu tun, zahlreiche Verbandwechsel und kleinere Operationen. Das Fieber bei unserem Dolmetscher ist weiter gestiegen, so dass er noch einige Zeit ausfällt.
Bei den Technikern, die erneut die Wasseraufbereitungsanlagen kontrollierten, gab es keine besonderen Vorkommnisse. Schon mal unterwegs, wurde gleich bei der Apotheke erneut eingekauft. Unser Team wurde sofort von vielen Leuten belagert, die sich herzlich für unser Engagement bedankten.
Es kamen Patienten mit Tumorerkrankungen, die leider an die hiesigen Hospitals verwiesen wurden, trotzdem wurden alle von den Einheimischen gesegnet. Wenn man die Berichte aus Pakistan liest, überfällt uns ein gewisser Stolz, Mitglied bei dieser Organisation zu sein.

Hilfe für Pakistan 03.10.2010

Die gute Nachricht zuerst; unser Dolmetscher hat sich wieder zur Arbeit gemeldet, er ist wieder genesen. Heute waren "nur" 250 Patienten zu behandeln, ein Patient mit auffällig hohem Blutzuckerwert, der jedoch mangels Insulin mit Infusionen und letztlich auch entlassen wurde. Ein neuer Malariafall stellte sich ein, den wir aber nicht stationär aufgenommen haben, auch die älteren Malariaerkrankten, sowie einige der bereits operierten Patienten kamen zur Nachbehandlung. Das war einer der wenigen Tage, an dem das Infusionszelt über Nacht leer blieb. Unser Techniker Wolfgang machte einige kleinere Reparaturen an unserer gemeinsamen Unterkunft.

Hilfe für Pakistan 04.10.2010

Die Anzahl der Patienten scheint rückläufig, trotzdem sind immer wieder sehr interessante Fälle dabei; so z.B. Kinder mit extrem hohen Fieber, sowie mehrere behinderte und retardierte (in der Entwicklung verzögerte) Kinder. Im Männerzelt stellte sich ein Mann ein, der seit 12 Jahren 3-4 Krampfanfälle pro Tag erleidet, als er auf die Behandlungsliege kam fiel er prompt in einen Status epilepticus, der aber mit Diazepam i.v. erfolgreich behandelt wurde. Der zufällig anwesende Ortsapotheker konnte anschließend befragt werden, welche Medikamente in Pakistan dafür zur Verfügung ständen, darauf wurde der Patient mit Carbamazepin eingestellt. Außerdem gab es wieder viele Nachsorgen bzgl. Verbände, Infektionen, Malaria u.s.w. zu behandeln, dabei wurde festgestellt, dass die Patienten sehr zuverlässig zu den vereinbarten Terminen erschienen. Das spricht für die Zufriedenheit und Vertrauen an unsere Arbeit. Wolfgang briefte die Jungs noch einmal eindringlich in der Wasseraufbereitung, da das Team 3a am Mittwoch in München erwartet wird.

Hilfe für Pakistan 05.10.2010

Team 3a hat die Rückreise angetreten und ist gut in Lahore angekommen. Der heutige Tag verlief eher ruhig, da sich die Flutopfer heute und morgen registrieren lassen können, um eine Entschädigung von der Regierung zu erhalten. Insgesamt wurden 140 Patienten behandelt. Auch heute war wieder eine junge Patientin mit cerebralen Krampfanfall, die schon bewusstlos gebracht wurde, auch dieser Anfall konnte erfolgreich durchbrochen werden, die Patientin wurde in ein Krankenhaus mit CT weiterverlegt. Wieder fanden sich mehrere Kinder mit sehr hohem Fieber und einen Malariafall ein, ebenfalls stellte sich eine Erstgebärende mit Steißlage im 9. SSM vor, wir klärten sie auf, dass sie sich im Krankenhaus einen Termin für einen Kaiserschnitt geben solle und bei welchen Ereignissen sie sich sofort dorthin begeben soll. Am Freitag soll ein kleiner Junge mit entzündeter Phimose kommen, damit die erwartete Kinderurologin ihn operieren und Markus die Anästhesie, vor seiner Abfahrt, durchführen kann.