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Berichte vom 15.09. - 21.09.2010

 

Hilfe für Pakistan 15.09.2010

In der Früh mussten nach einem erneuten Sturm erneut die Planen befestigt und repariert werden.
Bei der med. Abteilung gab es heute 2 operative Eingriffe, sowie einen Skorpionstich, der sich durch akute Schmerzustände äußerte, diese Fälle wurden anschließend stationär im Infusionszelt aufgenommen und überwacht. Alle konnten am nächsten Tag das Camp beschwerdefrei verlassen. Nach wie vor sind Fieberfälle sehr häufig.

Hilfe für Pakistan 16.09.2010

Bei einer sporadischen Kontrolle der Trinkwasseranlage der Südchemie wurde festgestellt, dass der Wassertank an den Verstrebungen durchgebogen war, darauf wurde die Auflagefläche des Tanks mit mehreren Holzverstrebungen vergrößert, dabei wurde der Tank geleert und auch gleich gereinigt. Bei dieser Arbeit fanden sich sofort viele einheimische Schaulustige ein.
Die Arbeit im med. Bereich geht nicht aus, nur die Anzahl der akuten Fälle scheint ein wenig abzunehmen, es kommen aber immer mehr Patienten mit allgemeinen und chronischen Problemen zu uns. Erwähnenswert ist, dass wieder ein kleines Mädchen mit akuten Fieberkrämpfen zu unseren Leuten gebracht wurde.
Ebenfalls finden sich Patienten ein, die sich eine OP in Pakistan nicht leisten können und hoffen, dass unsere Ärzte ihnen helfen, was aber leider nicht immer möglich ist.

Hilfe für Pakistan 17.09.2010

Die Anzahl der Hautkrankheiten wird deutlich weniger, das ändert aber nichts daran, dass die Patientenzahl stetig steigt, deshalb wurden einige Techniker als med. Hilfspersonal "umfunktioniert". Ein siebenjähriger Junge wurde mit einem generalisierten Krampfanfall ins Camp gebracht, der dann mit einem schnell erstellten "NAW" nach Sawanaia gebracht wurde, dort hat man ihn dann nach Multan weiterverlegt, weil die meisten Geräte durch die Flut zerstört wurden.
Das Wetter ändert sich deutlich, es wird immer stürmischer. Sonst ist alles beim Besten.

Hilfe für Pakistan 18.09.2010

Durch den Sturm muss immer wieder eine Verwüstung der Planenkonstruktion der Wasseraufbereitungsanlage festgestellt werden, die als Erstes wieder repariert wird. Die Patientenzahl bleibt unverändert hoch, doch die Krankheitsbilder ändern sich zunehmend, als Beispiele: viele Patienten kommen und lassen sich von unseren Ärzten eine 2. Meinung geben (anscheinend ist das Ansehen der deutschen Ärzte sehr groß), es werden auch schon Operationen durchgeführt. Ebenfalls wird das handwerkliche Geschick, bzw. das techn. Verständnis der deutschen Techniker immer mehr in Anspruch genommen. Es hat den Anschein, dass unsere Leute einen sehr hohen Stellenwert, bzw. Ansehen in der Bevölkerung haben. Das macht uns alle stolz Mitglied in diesem Verein zu sein.

Hilfe für Pakistan 19.09.2010

Die Anzahl der Patienten bleibt unverändert hoch, nur die Krankheitsbilder ändern sich ein wenig, Patienten mit hohem Fieber (um die 40° C) sind vermehrt festzustellen, ebenso kommen immer mehr Leute mit Leistenbrüchen. Die Mittagspause wurde plötzlich durch "Emergency" unterbrochen, dabei handelte es sich um einen anaphylaktischen Schock, der sehr schnell behandelt werden konnte und der Patient unter Aufsicht ins Infusionszelt gebracht wurde, nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass der Patient Hepatitis C hatte, worauf das Zelt am Abend gründlich desinfiziert und gereinigt werden musste.

Hilfe für Pakistan 20.09.2010

Unser Team wurde heute morgen am Eingang von einer kleinen Kobra begrüßt, die aber von Einheimischen weggebracht wurde. Der Vormittag verlief sehr stressig, bis Mittag mussten 150 Patienten behandelt werden. Die Krankheitsbilder sind nach wie vor hohes Fieber, Abszesse und neuerdings kommen auch neurologische Fälle, die wir aber darauf hinweisen müssen, dass keine Wunder verrichtet werden können.
Die extreme Hitze macht unseren Leuten sehr zu schaffen, aber immerhin nimmt die Luftfeuchtigkeit ab. Hut ab, ihr macht einen ausgezeichneten Job.

Hilfe für Pakistan 21.09.2010

Gegen 10:00 Uhr wurde Team 2a verabschiedet, der Rest des Teams muss, bis Team 3a eintrifft, doppelte Arbeit verrichten. Die Anzahl der Fieberfälle steigt stetig, überwiegend Kinder mit sehr hohem Fieber teilweise über 40° C. Da sich auch eine Physiotherapeutin in unserem Team befindet, wird auch hier Hand angelegt und die entsprechenden Maßnahmen und Behandlungen durchgeführt, wenn es die Zeit erlaubt. Es wurden heute wieder etwa 400 Patienten versorgt.