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Berichte vom 06.10. - 12.10.2010

Hilfe für Pakistan 06.10.2010

Heute war der 2. Registrationsday, daher auch wieder eine eher geringe Patientenzahl ca. 210. Der Arbeitsablauf umfasste: Nachsorge der letzten Tage, es stellten sich Patienten mit Leistenbrüchen ein, die leider nicht durchgeführt werden konnten, da die Chirurgen schon mit Team 3a abgereist sind. Bei einem Mädchen, das durch die Flut eine schwere Infektion am Vorderfuß erlitt, führte Markus eine Narkose durch, damit Renate eine Wundtoilette durchführen konnte. Es trafen auch wieder interessante Fälle ein, so z.B. ein Kind mit Hydrozephalus und den typischen neurologischen Ausfällen und deutlich vergrößertem Schädel, ebenso ein chronisch schizophrener Patient, dem mit Hilfe des Ortsapotheker moderne Medikamente verschrieben werden konnten. Die Mediziner konnten die ersten technischen Herausforderungen mit der Trinkwasseraufbereitungsanlage und Birnen wechseln ohne Probleme meistern.
Team 4, das letzte Team, wurde nach Frankfurt gefahren und wird in Pakistan Medikamente, Verbandsmaterial und sonst. med. Equipment an ein Krankenhaus verteilen, damit dort weiterbehandelt werden kann. Die Wasseraufbereitungsanlage der Fa. Südchemie bleibt vor Ort, unsere Wasseraufbereitungsanlage kommt wieder zurück. Das Team 4 baut in Pakistan ab und verlädt unsere Hilfsgüter auf einen Seecontainer, damit diese wieder nach Moosburg zurückkommen.
Team 3a hat gestern gegen 19:15 Uhr wieder München erreicht. Vielen Dank für eure großartige Arbeit.

Hilfe für Pakistan 07.10.2010

Heute mussten sich die Mediziner, die als Techniker "umfunktioniert" wurden, richtig bewähren; es gab 2 Probleme mit der Wasseraufbereitungsanlage der Südchemie, aber nachdem sie den Filter wechselten und ein Leck in der Chlorkartusche reparierten, haben sie dies mit Bravour gemeistert.
Von der medizinischen Seite gab es leider einen traurigen Fall zu berichten; ein etwa 5 Jahre altes Mädchen kam mit einer, unter Stoffresten verbundenen, offenen Unterschenkelfraktur, die mind. 1 Jahr alt ist. Das Mädchen wurde auf Kosten des Hausherren (Khalid) in ein Krankenhaus nach Multan gefahren. Die Weiterbehandlungen werden ebenfalls von Khalid übernommen. Von unserer Seite konnte das Mädchen nur schmerztherapeutisch und antibiotisch versorgt werden. Es waren sonst noch 2 akute Malariafälle zu beklagen, sowie ein junger Mann mit akutem, blutigem Durchfall. Alle Patienten sprachen gut auf die Therapien an, so dass sie abends entlassen werden konnten.
Team 4 erreichte gegen 16.30 Uhr das Camp, nach dem Einräumen der mitgebrachten Medikamente wurden sie von den alten Hasen aus Team 3b ordentlich eingewiesen. Von hier aus, wünschen wir euch alles Gute.

Hilfe für Pakistan 08.10.2010

Nach einer kurzen Übergabe wurde noch kurz mit Team 3b zusammengearbeitet, Team 3b ist um 11:00 Uhr nach Lahore aufgebrochen und tritt die Heimreise an. Die Techniker haben die Südchemie-Anlage inspiziert, läuft alles ohne Probleme. Das Frauen-Infusionszelt wurde schon abgebaut, ebenfalls wurde das Technik-Lager aufgeräumt und gesichtet. Die Mediziner machten in der Zwischenzeit Sprechstunde, mit den üblichen Erkrankungen und Wundversorgungen. Heute nur etwa 40 Patienten, darunter 2 kleine Jungs mit Lepra, für die es leider keine Möglichkeit zur Behandlung gibt, außerdem ein kleines Mädchen mit Meningitis, die in eine Klinik verlegt wurde. In der Mittagspause sortierten die Mediziner Medikamente und Verbandmaterial, dass an umliegende Kliniken verteilt werden soll. Morgen, oder Übermorgen kommt der Schiffscontainer, dann wird mit der Beladung und Katalogisierung begonnen, die Zeit des Aufbruchs beginnt.

Hilfe für Pakistan 09.10.2010

Nach kurzer Teambesprechung wurde beschlossen, dass die reguläre Behandlung bis einschl. Mittwoch weiter fortgeführt wird, somit fanden sich wieder etwa 80 Patienten ein. Parallel wird mit dem Abbau, der Reinigung und Katalogisierung der Gerätschaften begonnen. Die Behandlung der Frauen wird im Wechselmodus mit den Männern durchgeführt. Die Mediziner beginnen schon die Medikamente zu sortieren, für die spätere Verteilung.
Festzustellen ist, dass das Militär den Aufbau sämtlicher Krankenhäuser und die Verteilung von Lebensmittel (wurden von reichen Pakistanern gespendet) übernimmt. Bei der Anfahrt von Multan nach Lahore sah man, dass vom Schweizer Roten Kreuz große Zeltstätten aufgebaut und vom Türkischen Halbmond Wohncontainer aufgestellt wurden. Die "Großen Organisationen" kommen - die Zeit ist nun gekommen, um die NAVIS-Zelte abzubrechen. Das Timing hat gestimmt.

Hilfe für Pakistan 10.10.2010

Heute waren nur etwa 40 Patienten zu behandeln, der Grund dafür ist, dass die umliegenden Krankenhäuser immer mehr den Betrieb aufnehmen können. Während dessen laufen im Camp die Abbau- und Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Am heutigen Tag war das Aussortieren und Katalogisieren der medizinischen Ausstattung im Vordergrund. Der Container, der heute das Camp erreichen sollte, war noch nicht da, wird aber Morgen erwartet. Die Wasseraufbereitungsanlage der Fa. Südchemie wurde kontrolliert, hier läuft alles ohne Probleme.

Hilfe für Pakistan 11.10.2010

Die Abbauphase ist im vollen Gange, für diese Zeit hält der Hausherr uns den Rücken frei, heute nur 5 Patienten, deshalb wurde die Behandlung komplett eingestellt, da die Medikamente komplett nach Namen, Wirkstoff und Dosierung katalogisiert werden, um den Abnehmern die Arbeit zu erleichtern. Ebenso wurde die Wasserblase noch einmal für die Eigenversorgung mit unserer Trinkwasseraufbereitungsanlage gefüllt, anschließend wurde sie gereinigt und für den Transport vorbereitet.
Da der Seecontainer immer noch nicht eintraf wurde ein Telefonat mit der Spedition geführt und die Zusage gemacht, dass der Container Mittwochabend das Camp erreichen wird.

Hilfe für Pakistan 12.10.2010

Heute war nur ein Patient zu behandeln, nämlich unser Teamleader "Joe", ihm geht es aber nach der Behandlung nun wieder ganz gut. Des Weiteren wurden die Abbauarbeiten so weit beendet, jetzt sind die Medikamente dran, für die die Abnehmer gesucht werden um mit der Verteilung zu beginnen. Nach einigen Telefonaten wurde dann beschlossen an wen die Medikamente verteilt werden. Sonst ist im Camp alles klar, es wird nur noch auf den Container gewartet, um mit der Beladung beginnen zu können.