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Berichte vom 01.09. - 07.09.2010

 

Hilfe für Pakistan 01.09.2010

Heute Morgen gegen 08:00 Uhr traf der erste große Teil der medizinischen Fracht ein, ebenfalls die Trinkwasseraufbereitungsanlage der Fa. Südchemie.
Die Fracht wurde abgeladen, die Behandlungsräume eingerichtet, nebenbei wurden Patienten mit Malaria, Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen behandelt, es wurde auch schon ein chirurgischer Eingriff bei einem 3 Jahre alten Jungen durchgeführt. Im Bett nebenan hat man bei seinem Vater eine Infusionstherapie durchgeführt. Bei den meisten Patienten handelt es sich um Kinder.
Die Trinkwasseraufbereitungsanlage der Fa. Südchemie wurde im Zentrum von vier Moscheen aufgestellt, damit haben sehr viele Menschen Zugriff auf sauberes Wasser.
Wir sind stolz auf Euch, macht weiter so.

Hilfe für Pakistan 02.09.2010

Die med. Abteilung hat volles Programm, heute wurden ca. 300 Patienten behandelt, im Frauenzelt wurden viele schwangere Frauen mit Unterleibs- und Rückenschmerzen, sowie Durchfallerkrankungen behandelt. Es stellten sich ebenfalls Patienten vor, die bereits in internistischer oder neurologischer Behandlung waren, welche wir leider an größere Hospitäler verweisen mussten.
Bei den Technikern kamen immer mehr Menschen um sich Trinkwasser zu holen, es macht aber den Eindruck, dass es an geeigneten Trinkwassergefäßen mangelt.

Hilfe für Pakistan 03.09.2010

Für die Trinkwasseraufbereitungsanlage der Südchemie wurde eigens ein Brunnen geschlagen, und ein fester Untergrund gebaut. Morgen um 05:30 Uhr ist noch ein wenig Feinarbeit zu erledigen, nach der Einweisung durch den Mitarbeiter der Südchemie an unsere Leute, geht auch diese Anlage in Betrieb.
Bei der Medizinabteilung war heute, vermutlich wegen Freitag, der in Pakistan als Sonntag gilt, nicht so viel los, schätzungsweise 250 Patienten.
Einen ganz speziellen Fall wollen wir kurz beschreiben: ein 8-jähriger Junge mit ausgeprägter Anämie. Wir rieten deshalb in einem größeren Hospital weitere Diagnostik und als Therapie eine Bluttransfusion durchzuführen. Da die Familie des Jungen sehr arm ist und nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, haben wir uns entschlossen die Spende mehrerer türkischer Moosburger Familien für diesen Zweck zu verwenden.
Alle Einsatzkräfte hatten unter der enormen Hitze zu kämpfen, ihnen geht es aber ganz gut.

Hilfe für Pakistan 04.09.2010

Heute hatten wir etwa 270 Patienten zu behandeln, unter anderem den zweiten Malariafall, einige HNO-Infektionen bei Kindern und zwei kleinere chirurgische Eingriffe. Unsere Ladys wurden zu einer schwangeren Frau gerufen, nahe am Geburtstermin, die Geburt wurde aber durch eine einheimische Hebamme verhindert. Sie haben ihre Handynummer der Frau dagelassen, sollten sie noch gebraucht werden und morgen werden unsere Ladys die Schwangere wieder aufsuchen.
Die Wasseraufbereitungsanlage der Fa. Südchemie ist nun in Betrieb. Während des Aufbaus, unterstützt von Bewohnern des Dorfes und unter Leitung von Mr. Trevor Carruthers (Südchemie Südafrika), bildete sich eine lange Menschenschlange, die sehnsüchtig auf das kostbare Gut wartete. Die Anlage produziert nun 1.500 l sauberes Trinkwasser in der Stunde. Die weitere Aufgabe der NAVIS-Techniker ist nun, die Einheimischen in die Anlage einzuweisen.
Gut gemacht, die Hilfe in Pakistan läuft nun auf vollen Touren.

Hilfe für Pakistan 05.09.2010

Heute waren wieder ca. 300 Patienten zu behandeln. Das Infusionszelt ist auch sehr stark im Gebrauch, pro Tag sind ca. 80 Patienten zu vermelden. Ein 4 jähriges Mädchen, wurde in einem örtlichen Krankenhaus auf Magen-Darm-Infektion behandelt, wurde nach dem es einen Krampfanfall bekam, zu unseren Ärzten gebracht, die konnten den Krampfanfall medikamentös durchbrechen, bei der weiteren Diagnostik wurde festgestellt, dass das Mädchen eine ausgeprägte cerebrale Malaria hatte. Das Mädchen wurde nach diesem Befund behandelt und der Zustand verbesserte sich über Nacht deutlich. Ebenso wurde eine Patientin mit einem Skorpion-Stich eingeliefert, der sich durch äußerst starke Schmerzzustände bemerkbar machte. Es konnte nur eine Schmerztherapie über 8 Stunden angewendet werden, der Patientin ging es danach aber so gut, dass sie wieder entlassen werden konnte.
Bei der Technik wurde der Mitarbeiter der Südchemie Südafrika verabschiedet, zuvor wurde jedoch die Trinkwasseranlage noch einmal kontrolliert, diese lief ohne Probleme, dass Wasser wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen.

Hilfe für Pakistan 06.09.2010

Die schwangere Frau hat heute in einem Krankenhaus ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht. (Anm. das Mädchen wurde Bianka genannt). Das 4 jährige Mädchen mit Malaria ist auf dem Weg der Besserung, mittlerweile ansprechbar, aber noch nicht über dem Berg. Ein weiteres kleines Mädchen mit Malaria wurde stationär aufgenommen. Mittlerweile gibt es viele Patienten mit Malaria, Hepatitis, und Tuberkulose. Es dominieren aber Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich und der Atemwege.
Völlig unangemeldet kam das Fernsehteam, bei dem Walter und Stephan ein Live-Interview gaben um sich ein Bild von unserer Arbeit zu machen.
Die Trinkwasseranlage der Südchemie wurde von unseren Technikern gecheckt, sie funktioniert bestens, das Wasser wird von der Bevölkerung gut angenommen.

Hilfe für Pakistan 07.09.2010

Verabschiedung Team 1a, damit konnte die Arbeit nur mit halber Besatzung durchgeführt werden, zusätzlich hat sich die Anzahl der Patienten erhöht, somit endete der Tag erst um 22:00 Uhr. Heute wurden wieder 2 Fälle mit schwerer Malaria aufgenommen, sonst fast immer die gleichen Krankheitsbilder. Hinzu kommen nun viele infizierte Wunden und kleinere Verletzungen, wie z.B. zahlreiche Hundebisse.
Die Trinkwasseranlage der Südchemie wird inzwischen von Einheimischen bedient, und wird sehr gut angenommen, ebenfalls läuft unsere Trinkwasseranlage einwandfrei, auch hier ist der Andrang sehr groß. Da die Anlagen problemlos laufen, wurde der Techniker, Robert Weber, kurzerhand zum medizinischen Personal eingeteilt.
Team 2a wurde von der Flughafenfeuerwehr nach Frankfurt gefahren und fliegt anschließend nach Lahore, das Team 1a wird von Frankfurt wieder zurück nach München gebracht, wo es heute Abend erwartet wird. Zusätzlich wurden noch nachgeforderte Medikamente, Verbandsmaterial, chir. Bestecke, div. Gerätschaften für die Techniker und Trinkpulver als Fracht mit nach Pakistan geschickt.