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08.05.2015
Die Lage ist unverändert.
Es wurden ca. 6000 Liter frisches Wasser produziert und dank des Regens des letzten Tages gab es eine relativ volle und saubere Rohwasserquelle. Man hat dann sofort Rohwasser im Schwimmkragenbehälter für den kommenden Tag gebunkert. Die Technik war mit Wartungsarbeiten beschäftigt und hat diverse Campeinrichtungen nochmal optiemiert.
Es wurden aus allen wasserabgebenden Anlagen Wasserproben entnommen, z.B. den Trinkwasserbehältern, der Rohwasserquelle, dem Trinkwassertank; alles wurde analysiert. Es gab keine Beanstandungen. Das Wasser hat beste Qualität.

Über den ganzen Tag verteilt wurden mehrere Organisationen und Behörden (Rotes Kreuz, NGO´s, verschiedene Verantwortliche von örtlichen Krankenhäusern) durchs Camp geführt.
Unser Teamleader war zu mehreren "Auswärtsterminen" unterwegs um diverse Dinge zu besprechen.
Ein Außenteam der Medizinabteilung hat heute mehrere Camps besucht und dort Patienten behandelt und zur weiteren Behandlung ins Camp eingeladen. Zeitgleich konnten hierdurch auch wieder neue Erkenntnisse gesammelt werden, um das weitere Vorgehen zu planen.
Im Camp selbst wurden wieder 97 Patienten behandelt. Darunter eine größere Schnittverletzung im " NAVIS e.V. Schockraum ". Für den morgigen Tag ist der normale Medizinbetrieb geplant, sowie weitere Erkundungsmaßnahmen um eventuell noch unterversorgte Bereiche zu finden und zu versorgen.
Bei Besorgungen im Ort wurden Stellen gefunden, wo wir noch nicht waren, dort konnte man das Ausmaß des Erdbebens nochmal deutlicher erkennen. Es gibt Ortsteile, an denen kein Stein mehr auf dem anderen steht.

07.05.2015
Am Tag 7 war morgens das Wetter noch beständig, hat sich aber gegen Nachmittag geändert und es begann zu regnen. Der Tag startet heute sehr früh für den ersten Teil des Fact Finding Teams, die Technik (Trinkwasseraufbereitung starten usw.) und einige Frühaufsteher. Alle nötigen Arbeiten für ein wetterfestes Camp wurden beendet.
Walter und Keks wurden noch verabschiedet und auf den Weg Richtung Flughafen gebracht.
Wir wünschen Ihnen eine Gute Reise und möchten uns nochmal für die tolle Arbeit und Zeit bedanken !
Anschließend begann die Wasserproduktion. Nach einem gemeinsamen Frühstück und einer kurzen Tagesbesprechung starteten alle gemeinsam in den Tag. Die Trinkwasseraufbereitungsanlage liefert wieder einmal ca. 6.000 bis 7.000 Liter frisches Trinkwasser. Leider mit kurzen Unterbrechungen, da der Brunnen nicht soviel abgibt, wie wir benötigen. Ein kleines Erkundungsteam hat sich daraufhin auf den Weg gemacht, um eventuelle neue Rohwasserquellen ausfindig zu machen.
Ein Medizinerteam macht sich um 08.00 mit unserem Fahrer auf zum spanischen Camp. Von den Kollegen werden wir anschließend zu einer älteren Dame begleitet, die beim Erdbeben verschüttet wurde und multiple Frakturen hat. Die Spanier hatten darum gebeten, die Dame aus Ihrem Haus zu transportieren und anschließend zu behandeln. Nach der Untersuchung unserer Ärzte wurde beschlossen, einen Krankenwagen zu bestellen und die Dame ins nächstgelegene Krankenhaus zu transportieren, da die Brüche operativ versorgt werden müssen. Der Transport wurde durch NAVIS begleitet. Anschließend fuhr unser Team zurück zum Camp und unterstütze weiterhin den Medizinbereich. Hier wurden wieder 72 Patienten behandelt.
Dr. Anton Freilinger und sein Arzt-Kollege Birad verlegten anschließend die Dame mit der kaputten Hüfte ins Krankenhaus nach Kathmandu. Auf dem Rückweg wurde gleich noch unsere seit Tagen fehlende Fracht mit aufgenommen und zum Camp transportiert. Am Abend wurde das Medizinteam zu einem Notfalleinsatz gerufen. Ein Patient mit akuter Atemnot wurde versorgt, konnte aber zu Hause bleiben.
Derweilen wurde heute im Lager in Moosburg angefangen, diverse Ausrüstungsgegenstände für eine weitere Lieferung nach Nepal zusammen zu stellen. Seitens des Teams vor Ort wurden u. a. ein weiteres großes Zelt, verschiedene Pumpen usw. angefordert. Vermutlich morgen entscheidet sich, ob eine Weitere der beiden im Lager befindlichen Trinkwasseraufbereitungsanlagen oder sogar beide nach Nepal geliefert werden.
Die Fracht wird vom Fachbereich Technik und Fachbereich Logistik soweit vorbereitet und zum Flughafen München transportiert, wo diese Anfang nächster Woche versendet wird.
Walter und Keks sind heute um 18:00 Uhr erschöpft aber gesund in München angekommen. Vielen Dank ihr Zwei.

06.05.2015
Das Camp ist dank der Technik endgültig sturmfest und der vorausgesagte Regen kann kommen. Wir hoffen mal, dass es nicht so schlimm wird. Team 2 kann also unbesorgt die Reise Richtung Nepal antreten.
Das Trinkwasser wird immer noch dankend angenommen und somit läuft unsere Trinkwasseraufbereitungsanlage auf Hochtouren. Seit 6.00 Uhr morgens wird bis jetzt (ca. 22.45 Uhr) immer noch Trinkwasser produziert, um den Bedarf zu decken. Ein weiterer Wassertank wurde uns freundlicherweise geschenkt und sofort in Betrieb genommen. Morgen wird ein weiterer Brunnen besichtigt, um an mehr Rohwasser zu gelangen. Ein Zaun für den Schwimmkragenbehälter muss ebenfalls noch angefertigt werden.
Im Medizinbereich hielt sich die Patientenanzahl (83 Patienten) etwas in Grenzen, es mussten aber mehrere Notfälle und diagnostisch aufwendige Patienten versorgt werden. Das Röntgen ist so hoch frequentiert, dass mittlerweile feste Röntgenzeiten eingeführt wurden.
Ein Patient wurde durch die örtliche Ambulanz nach einem Leitersturz ins Camp gebracht. Dieser wurde im Schockraum durch unsere Mediziner versorgt und konnte nach einer Schmerztherapie, sowie Röntgenabklärung und Sono wieder entlassen werden. Eine weitere Patientin mit stark erhöhtem Zucker wurde ausführlich inklusive Labor untersucht und behandelt.
Der Andrang am Medizinzelt hat sich durch den Aufbau von Notunterkünften in Form von Zelten des Roten Kreuzes durch die nepalesische Armee heute reduziert. Viele Anwohner wurden mit einer neuen Behausung versorgt und waren somit mit Umzugsarbeiten beschäftigt. Dadurch haben wir aber auch viele neue Nachbarn bekommen und erwarten auch morgen wieder mehr Patienten.

05.05.2015
Der Tag begann wie immer um 6.00 Uhr morgens (eigentlich schon um 4.00 Uhr wegen verschiedener Tiere…). Nachdem tagsüber Temperaturen von bis zu 40° Grad herrschen, ist es in der Nacht bei Temperaturen von teilweise weniger als 8° Grad doch empfindlich kalt.
Noch vor dem Frühstück wurde das Camp durch die Technik-Abteilung sturm- und wasserfest gemacht.
Nach einem kurzen Frühstück (die Trinkwasseraufbereitungsanlage läuft bereits) wurden weitere Baumaßnahmen durchgeführt. Das Camp ist mittlerweile über mehrere selbstgebaute Treppen erreichbar. Die Trinkwasseraufbereitungsanlage erzeugte über den Tag verteilt 5.000 Liter Trinkwasser. Nach einem längeren Gespräch mit dem örtlichen General ist evtl. in Planung, die Wasseraufbereitung auf 10.000 Liter zu erhöhen.
Der Medizinbereich war heute stark gefordert. Ein Außenteam war ebenfalls im Einsatz. Hier wurden 50 Patienten versorgt und weitere Außeneinsätze werden vorbereitet. Im Camp selbst wurden insgesamt 87 Patienten versorgt. Darunter ein akuter Notfall, der im "Schockraum NAVIS" versorgt wurde und anschließend in Begleitung von NAVIS-Arzt und NAVIS-Rettungsassistent ins Klinikum nach Kathmandu transportiert wurde.
Alle Teammitglieder sind wohlauf, nach einem langen, heißen und arbeitsreichen Tag dementsprechend erschöpft.

04.05.2015
Das Camp steht nun und ist schon zu 100% im Einsatz. Die Medizinische Abteilung ist mit 4 Ärzten gleichzeitig im Einsatz und hat es dennoch leider nicht ganz geschafft, die Menschenschlangen kleiner zu bekommen. Das Technikteam konnte das Camp noch vollständig aufbauen und begann heute mit der Ausgabe des Trinkwassers. Nebenbei begannen sie, das Camp und die Abläufe zu optimieren.
Morgen soll das erste Medizinteam auch außerhalb des Camps Erste Hilfe leisten und die Möglichkeiten der Wasserverteilung erkunden.
Es wurden 60 Patienten ab Mittag bis ca. 17:00 Uhr behandelt und ca. 5000 Liter Trinkwasser produziert.
Alle sind auch am zweiten Tag fix und fertig, zum Einen, weil sie knapp 12 Stunden ohne Pause arbeiteten und das bei gefühlten 40 Grad Außentemperatur und kaum Schattenmögichkeiten.
Respekt von hier und haltet die Ohren steif, wir sind stolz auf Euch.

03.05.2015
Die lang ersehnte Fracht ist komplett bis auf 180 kg in Kathmandu angekommen. Ein Teil davon ist schon unterwegs zum zukünftigen Einsatzcamp und Team 1 beginnt bereits mit dem Aufbau des Camps. Walter und Keks kümmern sich um den Rest der Fracht, die Zollformalitäten sowie den Weitertransport zum Camp. Am Abend die erste Rückmeldung nach einem anstrengenden Tag:
Das Camp wurde bereits zu 80 % aufgebaut, OP-Zelt steht, Behandlungs- und Unterkunftzelte stehen ebenfalls. Wasser konnte schon gefördert werden, und die TWA wird über Nacht Wasser aufbereiten, dass in einem Voratsbehälter eingelagert wird, damit morgen früh genügend sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht.
Mittlerweile ist es Abends in Kathmandu und unser erschöpftes Team hat sich nun die wohlverdiente Ruhe ehrlich erarbeitet. Morgen früh wird nach der Teambesprechung mit der Arbeit begonnen: die ersten Patienten werden eintreffen, Wasser wird aufbereitet, das restliche Camp fertig aufgebaut und die fehlende Fracht abgeholt.

02.05.2015
Team 1 ist heute um 06:05 Uhr (Ortszeit) in Kathmandu gelandet und hat anschließend im Gästehaus eingecheckt. Fact Finding Team Mitglieder: Dr. Anton Freilinger und Gregor "Keks" Koller erkunden gemeinsam mit den Neuankömmlingen: Teamleiter Stephan Zobel und Arzt Birat Niraula, den künftigen Ort für das Einsatzcamp.
Morgen früh geht es gleich zum Flughafen, um die Fracht abzuholen um sie mit den bereits organisierten LKW's weiter Richtung Bakthapur zu transportieren um dort das Einsatzcamp aufzubauen und in Betrieb zu nehmen.
Alles NAVIS-Helfer sind hoch motiviert und freuen sich, dass es bald losgeht um Helfen zu können!
Von hier aus alles Gute und wir wünschen Euch viel Erfolg.