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Einsatz in Kenia 18.11.2012 - 27.11.2012

HILFE FÜR OSTAFRIKA 18.11.2012

Bereits am Vorabend konnte das schwere und sperrige Gepäck am Flughafen abgegeben werden. Daher gab es heute eine entspannte Abreise. Das dreiköpfige NAVIS-Team kam am Abend gut in Nairobi an. Die komplette Ausrüstung, die für die Wartung und Modifizierung der Trinkwasser-aufbereitungsanlagen benötigt wird, konnte direkt nach Kenia eingeführt werden. Anschließend bezog das Team direkt ein Hotel in Nairobi, von dem aus es am nächsten Morgen gleich Richtung Laghbogol losgehen soll.


HILFE FÜR OSTAFRIKA 19.11.2012

Das Ziel für den heutigen Tag war das Erreichen der Stadt Garissa, in der das NAVIS-TEAM und die Fahrer übernachten wollten. Nachdem die Fahrt von Nairobi bis kurz vor Garissa ohne Zwischenfälle verlief, nahm sie kurz vor der Stadt ein abruptes Ende. Bei Unruhen in Garissa wurden zwei Polizisten getötet. Aufgrund dessen haben Sicherheitskräfte die Stadt abgeriegelt. Nach einer mehrstündigen Wartezeit in einem Vorort konnte das Team schließlich nach Garissa ins Hotel fahren. Die Lage in Garissa war leicht angespannt, einige Bewohner haben die Stadt bereits verlassen. Rauchschwaden über Teilen der Stadt lassen auf weiterhin protestierende Gruppen schließen. Das Hotel, in dem die NAVIS-Helfer untergebracht sind, liegt außerhalb dieser Bereiche und ist außerdem durch hohe Mauern geschützt. Für morgen ist die Fahrt nach Laghbogol, dem endgültigen Ziel, geplant.

HILFE FÜR OSTAFRIKA 20.11.2012

Heute wollte das Team so früh wie möglich die Stadt Garissa verlassen, um noch bei Tageslicht in Wajir bzw. Laghbogol anzukommen. Man wäre aber nicht in Afrika, wenn nicht auch bei diesem Vorhaben etwas dazwischengefunkt hätte. Keine Stunde Fahrtzeit nach Verlassen von Garissa hat der Geländewagen, der mit Fahrer, NAVIS-Team und Equipment gut beladen ist, den Geist aufgegeben. Erst nach einer mehr als fünfstündigen Wartezeit ist ein Ersatzfahrzeug eingetroffen. Obwohl jetzt die neue Ankunftszeit spät am Abend gelegen hätte, wollte das Team keinen weiteren Zwischenstopp einlegen. Das hätte bedeutet, dass ein Teil der Strecke bei Dunkelheit durch die Wüste gefahren werden müsste, was gefährlich ist. Aber auch dieser Plan wurde zunichte gemacht, als die Straße auf einmal von einem großen Wasserlauf gekreuzt wurde. Nach zwei erfolglosen Durchquerungsversuchen haben sich die NAVIS-Helfer dazu entschlossen, das Hindernis zu umfahren. Nachdem es dadurch zu einer weiteren Verzögerung von fast zwei Stunden gekommen ist, wurde doch entschieden, dass in dem Ort Habaswein übernachtet wird. Trotz der Rückschläge in den letzten zwei Tagen ist die Stimmung im Team weiterhin gut.

 

HILFE FÜR OSTAFRIKA 21.11.2012

Der Weg führte in aller Frühe direkt nach Laghbogol, wo die vier Trinkwasseraufbereitungsanlagen letztes Jahr von NAVIS e.V. installiert wurden. Dort wurde zunächst eine Bestandsaufnahme gemacht und mit den Verantwortlichen die geplanten Umbau-,  Verbesserung- und Schulungsmaßnahmen besprochen. Anschließend fuhren die NAVIS-Helfer in die Stadt Wajir, um dort die Hotelzimmer zu beziehen und mit Materialbesorgungen zu beginnen. Auch in Wajir wartete wieder eine Überraschung auf das NAVIS-Team. Da sie einen Tag später als geplant angekommen sind, wurdem die reservierten Hotelzimmer anderweitig vergeben. Zum Glück haben sich in einer anderen Herberge noch Zimmer für das Team und die Fahrer gefunden.

 

HILFE FÜR OSTAFRIKA 24.11.2012

In den letzten drei Tagen konnten diverse Verbesserungen an den vier installierten Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Laghbogol gemacht werden. Zum Bsp. wurden Schlauchleitungen gegen feste Rohre getauscht, vorhandene Förderpumpen durch leistungsstarke und wartungsfreie Pumpen ersetzt etc. Auch weitere Schulungsmaßnahmen für die Techniker der Betreiber der Bohrlöcher konnten durchgeführt werden. Dazu zählte nicht nur der korrekte Umgang mit den Trinkwasseraufbereitungsanlagen sondern auch das richtige Bedienen und Warten der beiden notwendigen Stromerzeuger. Jegliche erforderlichen Arbeiten an den von NAVIS e.V. installierten Geräten, können durch die wiederholten Schulungen von örtlichen Technikern durchgeführt werden. Somit ist eine Nachhaltigkeit des Einsatzes gesichert. Ab morgen befindet sich das NAVIS-Team wieder auf der Heimweg. Wir wünschen von hier aus eine gute, störungsfreie und sichere Reise. Eure geleistete Arbeit dort kann sich mal wieder sehen lassen.

 

HILFE FÜR OSTAFRIKA 26.11.2012

Nach der gestrigen Besichtigung des Krankenhauses in Wajir, an dem über den Einsatz einer leistungsstarken Trinkwasseraufbereitungsanlage nachgedacht wird, hat sich das Team am Sonntag auf die Heimreise begeben. Mit dem Auto ging es nach Garissa, wo sich die Lage wieder entspannt hat. Vor der Abreise nach Nairobi heute früh musste erst noch das Auto gewechselt werden, weil der bis dahin verwendete Geländewagen mal wieder seinen Dienst versagte. Der Verschleiß an Autos bei diesem Einsatz liegt deutlich über dem Durchschnitt. Aber auch das konnte die drei NAVIS-Helfer nicht davon abhalten, pünktlich zum Abflug in Richtung Heimat am Flughafen von Nairobi einzutreffen. Von dort geht es über Zürich nach München in die Heimat, wo die Teammitglieder schon von ihren Familien und Freunden erwartet werden.

HILFE FÜR OSTAFRIKA 27.11.2012

Heute früh konnten wir die drei NAVIS-Techniker wieder in München willkommen heißen. Stephan Zobel, Max Braun und Robert Weber blicken auf eine erfolgreiche Woche zurück, in der sie für kenianische Verhältnisse sehr viel erreichen konnten. Durch ihren Einsatz wurde noch einmal sichergestellt, dass die installierten Trinkwasseraufbereitungslagen über eine lange Zeit zuverlässig im kenianischen Laghbogol sauberes Wasser für die Bevölkerung liefern. Unser Dank geht auch an die vielen Spender und ganz besonders an die Aktion Sternstunden vom Bayerischen Rundfunk, die durch die finanzielle Unterstützung einen solchen Einsatz mit nachhaltiger Wirkung erst möglich machen.