Menu
K
K

 

Berichte vom 27.08. - 02.09.2011

 

Hilfe für Ostafrika 27.08.2011

Da heute in der Gegend durch eine britische Hilfsorganisation Essen verteilt wurde, blieb ein wenig Zeit um "Schönheitsarbeiten" im Lager durchzuführen, wie Wasserblase ins Camp verlegen (bessere Kontrolle), Treibstoff besorgen und auch umliegende Dörfer erkunden. Dabei wurde festgestellt, dass in den umliegenden Dörfern nach wie vor noch sehr viele Menschen, insbesondere Kinder, leben, die dehydriert und unterernährt sind. Es wurde daher am Abend beschlossen, trotz schwieriger Lage, Wasser und Kindernahrung an diesem Ort zu bringen. Trotz der Essensverteilung wurden immer noch viele Patienten im Lazarettzelt vorstellig. Navis ist in der Gegend schon sehr bekannt. Deshalb besuchte an diesem Tag der Landrat und eine andere Hilfsorganisation das Camp. Alle waren beeindruckt von der Leistungsfähigkeit von Navis.

 

Hilfe für Ostafrika 28.08.2011

Ein Fahrzeug mit Ladefläche wurde bis 1:00 Uhr morgens als Transporter für 600 Liter Trinkwasser umgebaut und befüllt. Das zweite Fahrzeug wurde mit medizinischer Ausrüstung und Personal besetzt, um das gestern erkundete Dorf zu besuchen. Ein Behandlungsplatz ist eingerichtet worden um etwa 60 Patienten zu versorgen. Der Andrang der Bevölkerung und der Bedarf an Trinkwasser war so groß, dass das Auto noch drei Mal zum vier km entfernten Camp fuhr. Somit bekam das Dorf etwa 2.500 Liter sauberes Trinkwasser. Parallel dazu wurde an die Mütter von kleinen Kindern und Babys Kindernahrung verteilt. Im Camp lief unterdessen die Arbeit weiter. Die beiden Wasseraufbereitungsanlagen laufen weiterhin fast rund um die Uhr, im Behandlungszelt wurden wieder über 100 Patienten versorgt und kleinere Reparaturen an der technischen Ausrüstung standen auch noch an.

 

Hilfe für Ostafrika 29.08.2011

Heute hat sich ein Teil des Navis-Teams in Wajir engagiert. Zum einen wurde das dortige Krankenhaus besucht, um weiteren Bedarf an Medikamenten zu ermitteln und den guten Kontakt aufrecht zu erhalten. Zum anderen wurden weitere Brunnenanlagen in der Stadt untersucht. Bei dem Brunnen, der sich direkt am Krankenhaus befindet, konnten durch die gut ausgebildeten Techniker von Navis zwei defekte Stromgeneratoren instandgesetzt werden. Somit ist die Stromversorgung der Trinkwasseraufbereitungsanlage, die dort in naher Zukunft von Navis in Zusammenarbeit mit der GIZ installiert wird, gesichert. Außerdem ist heute ein Vertreter der Vereinten Nationen mit den Navis-Helfern im Gespräch gewesen und hat die Leistungsfähigkeit des Lazaretts und der Trinkwasseraufbereitungsanlagen aufgenommen. Weiterhin ist das Feldlazarett von Navis gut besucht und die Trinkwasseraufbereitungsanlagen im Camp laufen fast rund um die Uhr. Auch einen Außeneinsatz bewältigte das Team heute wieder, bei dem neben einigen durchgeführten medizinischen Behandlungen, auch etwa 500 Liter Trinkwasser ausgegeben werden konnten.

In Deutschland laufen parallel dazu die Arbeiten, um den Einsatz in Kenia fortzuführen. So werden weiterhin Teams zusammengestellt sowie technische Hilfsmittel, Medikamente, Kindernahrung und andere Hilfsgüter für den Luftttransport nach Kenia vorbereitet. Noch in dieser Woche wird die mehrere Tonnen schwere Fracht auf den Weg gebracht.

 

Hilfe für Ostafrika 30.08.2011

Aufgrund des heutigen Feiertages in Kenia, an dem das Ende des Ramadans gefeiert wird, ging es im Navis-Camp etwas ruhiger zu. Es fanden sich wesentlich weniger Patienten im Lazarett ein, als an den anderen Tagen. Lediglich der Andrang an den Trinkwasserausgabestellen war gleich. Das Team nutzte die Gelegenheit und nahm einige Verbesserungen und Reparaturarbeiten im Camp vor. Außerdem konnten in Wajir Besorgungen erledigt werden.

 

Hilfe für Ostafrika 31.08.2011

Das Camp hat heute weitere Optimierungsmaßnahmen erfahren. So wurden die Ausgabestellen für das Trinkwasser neu angelegt und die Lazarettzelte mit einem besseren Sichtschutz versehen. Außerdem musste ein zusätzliches Schlafzelt aufgebaut werden, da zukünftige Teams mit mehr Helfern als bisher anreisen und auch eine weitere Dolmetscherin im Camp wohnt. Mittlerweile macht das rauhe Wüstenklima dem Material zu schaffen. Ein Stromerzeuger und eines der angemieteten Autos sind ausgefallen und müssen repariert werden. Wie die letzten Tage auch, konnten ca. 18.000 Liter sauberes Trinkwasser an die Bevölkerung ausgegeben werden. Im Lazarett und im Außeneinsatz behandelten die Ärzte und Sanitäter etwa 150 Patienten.

 

Hilfe für Ostafrika 01.09.2011

Bei dem heutigen Außeneinsatz in Lagbogol schaute sich ein Team von Navis-Technikern eine weitere Brunnenanlage des Ortes an. Sie nahmen sich vor, die nicht funktionierende Anlage wieder instandzusetzen. Das salzhaltige Wasser, das schließlich an diesem Brunnen gefördert wird, kann mit Hilfe einer Trinkwasseraufbereitungsanlage genießbar gemacht werden. Als Soforthilfe wurden dort etwa 600 Liter sauberes Trinkwasser ausgegeben. Über die Installation einer Wasseraufbereitungsanlage an diesem Ort wird in den nächsten Tagen entschieden.

 

Hilfe für Ostafrika 02.09.2011

Nachdem es in den letzten Tagen vereinzelt zu Rangeleien unter der Bevölkerung bei der Wasserausgabe kam, wurden die Dorfältesten gebeten, ihre Mitbürger zur Ruhe mahnen. Die Gespräche mit den Dorfältesten haben wohl gefruchtet, heute lief die Ausgabe des Trinkwassers sehr diszipliniert. Ein Team von Medizinern besuchte heute das Krankenhaus und ehemalige Patienten aus dem Lazarett. Die beiden Trinkwasseraufbereitungsanlagen im Navis-Camp lieferten heute auch wieder etwa 18.000 Liter sauberes Trinkwasser.