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Berichte vom 17.09. - 23.09.2011

 

Hilfe für Ostafrika 17.09.2011

Da heute die Lieferung vom Diesel nicht ankam, wurde der District Chief kontaktiert, der versprach sich um das Problem zu kümmern. Sicherheitshalber fuhren wir nach Wajir Diesel zu besorgen, damit die Arbeit im Camp störungsfrei weiterlaufen kann.
Ungehindert dieses Umstandes lief die Wasseraufbereitung auf vollen Touren bis zum späten Abend.
Ein Ausßenteam war auch wieder unterwegs und versorgte ein kleines, abgelegenes Dorf mit med. Hilfe und 500 ltr. sauberen Wasser.
Anscheinend ist hier der Name NAVIS schon ein Begriff, da wir wieder von einer anderen Organisation (Lands Aid) Besuch bekamen und diese sich eine Kooperation, bzw. Zusammenarbeit mit NAVIS vorstellen konnte.
Team 4 ist sicher in Nairobi angekommen und schon auf dem Landweg via Garissa nach Wajir unterwegs.

 

Hilfe für Ostafrika 18.09.2011

Team 4 hat nach einer abenteurlichen Fahrt durch die Wüste von Garissa nach Wajir gegen 13:20 Uhr das Camp-NAVIS erreicht. Daher blieb für die Übergabe leider nur 1 Stunde Zeit. Durch die Tatsache, dass Team 3 packte und das 4. Team sich erst heimisch machen musste, fiel die Pateintenbehandlung leider aus.
Alle drei TWA's liefen dagegen bis 23:00 Uhr ohne Probleme.
Ein Ersatz für den, aus pers. Gründen, abgereisten Koch fand sich mit Hilfe der Dolmetscherin auch schon Ersatz.
Wir bedanken uns beim 3. Team für die hervorragende Arbeiten und wünschen ihnen eine gute Heimreise.
   

 

Hilfe für Ostafrika 19.09.2011

Die med. Abteilung hatte heute etwa 100 Patienten zu behandeln. Unter anderem einen 90 jährigen Mann, der gestützt, auf Grund reduzierten Allgemeinzustands, ins Zelt gebracht werden musste, er wurde mit Infusionstherapie behandelt, konnte am Nachmittag das Zelt selbstsändig verlassen. Ein weiterer Fall war ein sechs Wochen alter Säugling, der wegen einer Infektionskrankheit kein Nahrung (Muttermilch) aufnehmen konnte. Nach Durchführung einer ersten Antibiose konnte der Säugling bereits noch im Camp von der Mutter gestillt werden.
Die 3 TWA's liefen von von 06:00 bis 20:30 Uhr mit voller Leistung. Die Wasserausgabe wurde vorübergehend gestoppt, da es kleinere Rangeleien bei der Ausgabe gab. Ebenfalls wurden einige Verbesserungen im Sanitärbereich durchgeführt.
Ein Erkundungsteam aus 3 Leuten fuhr nach Laghbogol und zwei umliegende Dörfer um unsere Hilfe anzubieten. Die Ärzte wurden zu Besuch ins Camp eingeladen, dort wurden ihnen diverse Medikamente übergeben. Den Dörfern versprach man med. Hilfe und Trinkwasser für den nächsten Tag.

 

Hilfe für Ostafrika 20.09.2011

Am heutigen Tag war für die Mediziner Hochbetrieb; im Camp wurden 100 Patienten behandelt, bei einem Ausseneinsatz bekamen 40 Leute Hilfe von unser Medizin-Abteilung und zugleich Trinkwasser. 2 kleine Patienten mit Hautinfektion wurden für den nächsten Tag wieder einbestellt um sich behandeln, bzw. von uns ins Krankenhaus bringen zu lassen (die Familien hatten eine Anreise von 60 km). Am Nachmittag erreichte ein Notruf, über eine beginnende Geburt, das Camp. Ein Rettungsteam machte sich sofort auf den Weg dorthin. Bei Eintreffen hatte der Junge schon das Licht der Welt erblickt. Da die Mutter mit einem zu niedrigen Blutdruck zu kämpfen hatte wurde sie mit dem Neugeborenen ins Camp transportiert. Mutter und Kind konnten nach erfolgreicher Therapie das Camp später wieder verlassen werden aber morgen bei einer Visite von uns besucht.
Nach einigen Reparaturen konnten alle Generatoren wieder ihren Dienst aufnehmen, die TWA's liefen seit 6:00 Uhr ohne Probleme, nur eine Vorlaufpumpe ging kaputt (es ist aber Ersatz vorhanden). Das Krankenhaus erhielt am Morgen eine Lieferung von 500 ltr. Trinkwasser. Das Camp erhält täglich Besuch von diversen Behörden und Organisationen, die sich von unserer Leistungsfähigkeit überzeugen wollen.
All Mitglieder unseres Teams sind wohl auf und im Camp herrscht eine super Stimmung.

 

Hilfe für Ostafrika 21.09.2011

Der heutige Tag begann mit Problemen. Die geplante Diesellieferung für die Pumpengeneratoren und für unsere Aggregate blieb aus. Dadurch konnten auch die für Vormittag geplanten Außenbesuche nicht durchgeführt werden. Die Techniker machten einige Verbesserungen, damit der Verbrauch reduziert werden konnte. Ein Kollege fuhr sofort nach Wajir um 400 ltr. Treibstoff für den Notfall zu besorgen. Kurz darauf wurde auch vom örtl. Leiter zugesagt, dass innerhalb der nächsten 4 Tage wieder eine Lieferung mit 400 ltr. Diesel kommen wird. An den TWA's wurden sämtliche Filter erneuert. Der hiesige Techniker für die Pumpenanlage wurde von unserem Meister Max eingewiesen, damit er die Anlagen auch ohne uns bedienen und warten kann. Dies ist wichtig, damit der Ort nachhaltig mit Trinkwasser versorgt werden kann. Es werden bestimmt noch mehrere "Lehrstunden" nötig sein. Die Anlagen liefen von 06:00 bis 21:00 mit Vollgas, nur mit kurzer Unterbrechung durch Wartung.
Durch den Ausfall des Außeneinsatzes blieb es bei den Medizinern relativ ruhig, immerhin waren ca. 80 Patienten vorstellig, darunter waren auch 2 kleinere Operationen. Dem Neugeborenen und der Mutter wurde ein Besuch abgestattet, dabei hat man festgestellt, dass es Beiden schon so gut geht, dass keine weiteren Maßnahmen mehr nötig sind.

 

Hilfe für Ostafrika 22.09.2011

Heute war ein Krankentransport ins Krankenhaus Wajir auf dem Plan, bei dem das Krankenhaus gleich wieder mit 500 ltr. frischem Trinkwasser versorgt wurde. Die umliegenden Dörfer wurden auch wieder "abgeklappert" um mit Trinkwasser beliefert zu werden. Die Mediziner waren auch dabei, mussten aber feststellen, dass die Behandlungen vor Ort nicht mehr notwendig seien. Später wurde beschlossen die Versorgung ín den Aussenbezirken einzustellen. Im Camp geht die Patientenzahl auch zurück, so waren heute noch etwa 60 Patienten zu behandeln. Im Vordergrund steht nun die Versorgung der Dörfer mit Trinkwasser.
"Meister Max" hat heute wieder seinen "TWA-Lehrling" eingewiesen.
Eine Delegation der Organistion "WASDA" war im Camp und hat sich bei einer mehrstündigen Führung unser Camp angesehen. Es wurde ihnen die Messergebnisse (Salzgehalt) vom Brunnen- und Trinkwasser gezeigt. Sie lobten unsere Arbeit, betonten aber, dass unser Werk nachhaltig sein muß. Sie unterstützen uns dabei mit Restaurierung der Behälter und Personal, dass die Arbeit weiterführen soll, nach dem es ordentlich eingewiesen ist.

 

Hilfe für Ostafrika 23.09.2011

Am heutigen Tag war wieder "Watertrucking" angesagt, der Pickup mit dem Tank ist im Dauereinsatz.
Der Chief von Laghbogol West hatte seine Bedenken gegenüber "WASDA" erörtert, er habe Angst, wenn wir nach Hause fahren, dass "WASDA" die TWA'S nach Laghbogol Süd verlegt. Von unseren Leuten wurde ihm versichert, dass wir das vertraglich regeln, dass die TWA's an den vorgesehenen Plätzen verbleiben und WASDA für die Wartung/Reparatur und Unterhalt verantwortlich ist. Zugleich wurde auch Laghbogol Süd besucht und ein vorhandener Stromgeneratur in Gang gesetzt, somit ist auch dort der Weg frei für den Betrieb einer TWA. Damit dürften die Bedenken des Chiefs wohl endgültig vom Tisch sein.
Im Medizinbereich waren etwa 70 Patienten zu behandeln, wobei es sich überwiegend um "Hausarzt-Tätigkeiten" handelte.
Der Chief hat auch sein Versprechen gehalten und es wurden heute 400 ltr. Diesel geliefert. Ein Pickup hat heute die Strapazen der Wüstentripps nicht überstanden und musste nach Wajir in die Werksstatt, somit fällt morgen das Watertrucking fürs Krankenhaus Laghbogol aus. Morgen wird die Fracht mit der 4. TWA erwartet.