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Berichte vom 08.10. - 14.10.2011

 

Hilfe für Ostafrika 08.10.2011

Heute ist endlich die seit über einer Woche versprochene Diesellieferung der Hilfsorganisation "Mercy Corps" eingetroffen. Die regelmäßigen Diesellieferungen sind notwendig, damit auch nach Abzug der letzten Navis-Helfer die Stromerzeuger weiterlaufen können. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die Brunnenpumpen Wasser fördern und die Trinkwasseraufbereitungsanlagen dieses genießbar machen können. Im Lazarett wurde heute ein weiteres Kind stationär aufgenommen, das unter starkem Fieber, Dehydratation und Bewusstseinseintrübung litt. Dank der Behandlung durch die Navis-Mediziner, besserte sich der Zustand des Mädchens noch im Laufe des Tages. Während eines Außeneinsatzes in der Nähe von Laghbogol, bei dem neben medizinischer Versorgung auch Trinkwasser angeboten wurde und im Lazarett, konnten wieder etwa 100 Patienten behandelt werden.

 

Hilfe für Ostafrika 09.10.2011

Gute Reise und viel Erfolg Team 6! Für das sechste und damit vorerst letzte Navis-Team, ging heute Abend die Reise von München über Dubai nach Nairobi los. Mit Teamleiter Andreas Baumgartner reisen Bianka Füssl, Muzio Grilli, Christian Gürster, Toni Machmüller und Christoph Würtinger in den Nordosten von Kenia, um das fünfte Team abzulösen.

In Afrika ging heute die Unterweisung örtlicher Kräfte in die Benutzung, Wartung und Reparatur der Trinkwasseraufbereitungsanlagen weiter. Zwei Techniker, die für die kenianische Hilfsorganisation "WASDA" arbeiten, wurden durch die Navis-Helfer weiter ausgebildet. Damit die Wasseraufbereitungsanlagen an den beiden Brunnenanlagen in Laghbogol Süd und West weiterhin zuverlässig ihren Dienst versehen können, ist eine regelmäßige Wartung notwendig. Dies ist nur durch das ständige und wiederholte Schulen von einheimischen Helfern, die auch lesen und schreiben können müssen, gegeben. Die Fertigstellung der Einhausungen der Trinkwasseraufbereitungsanlagen ist auch fast abgeschlossen, sodass diese besser vor der Witterung und unbefugtem Bedienen geschützt sind. Wie auch die letzten Tage konnten etwa 24.000l Trinkwasser aus dem ungenießbaren, versalzenen Brunnenwasser gewonnen werden. Im Lazarett und bei einem Außeneinsatz wurden wieder etwa 100 Patienten behandelt. Besonders zu erwähnen ist eine Patientin, die das Camp wegen einer Nierenkolik aufgesucht hat und eine junge Frau mit starken Bauchschmerzen, die am Vortag ein Kind zur Welt gebracht hat.

 

Hilfe für Ostafrika 10.10.2011

Da sich das 5. Team im Moment auf der Heimreise und das 6. Team sich gerade auf der Hinreise befinden, gibt es keine Neuigkeiten aus Laghbogol, Kenia zu berichten. Die Reisen der beiden Teams verlaufen nach Plan.

 

Hilfe für Ostafrika 11.10.2011

Mittlerweile ist das Team 6 gut in Laghbogol im Camp angekommen. Auch diese Navis-Helfer blieben nicht von den kleinen afrikanischen Spezialitäten verschont. Eines ihrer Fahrzeuge blieb auf der Strecke zwischen Nairobi und Garissa stehen, sodass es unter beengten Verhältnissen bis zur Übernachtungsstation mit nur einem Geländewagen weiterging. Den zweiten Teil der Reise konnte das Team wieder mit zwei Fahrzeugen zurücklegen, da über Nacht das defekte Auto erfolgreich repariert wurde.

 

Hilfe für Ostafrika 12.10.2011

Wir heißen das Team 5 herzlich willkommen zuhause! Pünktlich landete der Flieger aus Dubai und entließ die erschöpften aber glücklichen Helfer in die Arme ihrer Angehörigen, die schon sehnsüchtig am Flughafen München warteten.

In Kenia war heute ein besonderer Tag. In der Region, in der Navis tätig ist, hat es heute zum ersten Mal seit über drei Jahren wieder richtig geregnet. Die Bevölkerung hofft jetzt, dass die Regenzeit dieses Jahr wieder einsetzt. Unterdessen beginnt das Navis-Team mit den ersten Abbaumaßnahmen des Camps. Medikamente und Untersuchungsgeräte werden sortiert und für die Verteilung an das Krankenhaus und den lokalen Arzt vorbereitet. Aber auch die täglichen Arbeiten im Lazarett und an den Wasseraufbereitungsanlagen müssen weiterhin erledigt werden, solange Navis vor Ort ist. Im Lazarett wurden wieder kleinere Operationen durchgeführt. An den Trinkwasseraufbereitungsanlagen werden weiterhin Wartungsarbeiten durchgeführt, damit einwandfreie Funktionalität sichergestellt ist, wenn die Anlagen an die Bevölkerung übergeben werden.

 

Hilfe für Ostafrika 13.10.2011

Die Regenzeit im Nordosten von Kenia scheint jetzt eingesetzt zu haben. Nachdem die Bevölkerung viele Jahre mit der Wasserknappheit leben mussten, kämpfen die Navis-Helfer jetzt gegen die Fluten. Das Vorankommen mit dem Auto durch die schlammigen Wüstenpisten ist oftmals nur noch sehr schwer oder gar nicht mehr möglich. Das Camp steht teilweise, trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen, unter Wasser. Trotzdem wird der Betrieb des Lazaretts aufrecht erhalten. Gebremst durch die starken Regenfälle kamen heute weniger Patienten als üblich ins Camp, sodass etwa nur 30 Patienten behandelt wurden. Auch die Trinkwasseraufbereitungsanlagen werden weiterhin benötigt, um das salzige Brunnenwasser für Menschen bekömmlich zu machen. Deshalb wurden auch heute wieder umfangreiche Wartungsmaßnahmen an allen installierten Anlagen durchgeführt. Weiterhin steht aber auch der Rückbau des Camps auf der Tagesordnung. Aus diesem Grund hat der lokale Arzt heute eine große Lieferung an Medikamenten sowie Verbands- und Untersuchungsmaterialien erhalten.

 

Hilfe für Ostafrika 14.10.2011

Der Wetterumschwung bringt auch für das medizinische Team neue Aufgaben mit sich. Die meisten Patienten, die aktuell vorstellig werden, müssen wegen Wundinfektionen behandelt werden. Aufgrund der Witterung und des laufenden Abbaus des Camps, wurden heute etwa wieder nur 30 Patienten behandelt. Das Sortieren und Zusammenpacken von Material waren heute die Hauptaufgaben vom gesamten Navis-Team in Kenia. Immer wieder müssen die Arbeiten aufgrund starker Regenfälle unterbrochen werden. Am Abend traf dann auch der LKW ein, mit dem das Material, das nicht in Kenia verbleibt, nach Nairobi transportiert werden soll. Dieser soll am morgigen Tag beladen werden.