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Berichte vom 06.08. - 12.08.2011

 

Hilfe für Ostafrika 06.08.2011

Mittlerweile ist das Fact Finding Team Richtung Wajir aufgebrochen. In Garissa wird ein Zwischenstopp eingelegt, um mit Hilfskräften vor Ort zu sprechen. Die Reiseroute ist hier schematisch dargestellt. Für beide Teilstrecken wird aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse jeweils ca. ein Tag Fahrt berechnet.

 

Hilfe für Ostafrika 07.08.2011

Die Autofahrt nach Garissa verlief für das Erkundungsteam ohne große Zwischenfälle - nur ein Reifenplatzer konnte das Team kurz aufhalten. Nach Gesprächen mit den Kenianischen Behörden, der Hilfsorganisation AMREF und der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH) wird Wajir als Einsatzgebiet favorisiert. Bei der morgigen Erkundung in Wajir wird sich herausstellen, ob dort ein Einsatz von Navis. e.V. notwendig und realisierbar ist.

 

Hilfe für Ostafrika 08.08.2011

Nach einem Treffen mit der afrikanischen Hilfsorganisation WASDA wurden mögliche Einsatzorte besichtigt. In der Ortschaft Laghbogel, ca. 56 km südlich von Wajir, wurden 2 funktionierende Brunnen mit vorhandenen Pumpen und 2 Beton Lagertanks (davon 1 zerstört) begutachtet. Diese Brunnen liefern nur salzhaltiges Wasser, das nicht als Trinkwasser verwendet werden kann. Die Brunnen liegen am Ortsrand von Laghbogel.
Das Erkundungsteam beschloss, hier das Lager, die Wasseraufbereitung, sowie das Feldlazarett aufzustellen. Es wurden sofort nach Moosburg die notwendigen Bedarfslisten für Medizin, Logistik und Technik übermittelt. Parallel verlaufen in Moosburg und bei der Flughafenfeuerwehr München die Vorbereitungen, um alles für den Einsatz Benötigte zu organisieren. Dazu gehören z. B. Zusammenstellung des ersten Einsatzteams, Fertigstellung der Fracht, Organisation der Flüge, Bestellungen der noch speziell benötigten Artikel u.s.w.

Hilfe für Ostafrika 10.08.2011

Nachdem feststeht, dass Navis ein Feldlazarett in der Nähe des Ortes Laghbogel (für Interessierte: der genaue Standort ist 1° 17' 43,48" N, 39° 49' 59,73" O) installiert, laufen hier in Deutschland die finalen Vorbereitungen auf Hochtouren. Das benötigte technische und medizinische Material wurde von den Navis-Lagern zum Flughafen München gefahren und in einer Halle der Flughafenfeuerwehr zwischengelagert. Dort wird es gewogen, katalogisiert und für den Lufttransport entsprechend verpackt. Außerdem wurden über eine Tonne gespendete Babynahrung und Medikamente zur Soforthilfe versandfertig gemacht. Diese komplette erste Hilfslieferung wird gemeinsam mit dem ersten Einsatzteam, bestehend aus technischem und medizinischem Personal, am Wochenende in Laghbogel erwartet.

Auch in Kenia hat das Erkundungsteam weiterhin alle Hände voll zu tun. Es werden weiterhin Kontakte zu Kenianischen Behörden und Verantwortlichen geknüpft sowie Gespräche mit einheimischen Hilfsorganisationen (z.B. WASDA) und der GIZ geführt. Durch diese enge Zusammenarbeit hat Navis zum Einen die Möglichkeit, bestehende Strukturen von Hilfsorganisationen mitzunutzen, zum Anderen kann durch ständigen Kontakt mit den verantwortlichen Behörden die Sicherheit unserer Einsatzkräfte vor Ort gewährleistet werden. Auch teilweise komplizierte Formalitäten können dadurch einfacher erledigt werden. Außerdem begeben sich die Teammitglieder des Erkundungsteams auch in kleine Flüchtlingsansammlungen, die sich um Ortschaften herum bilden, um dort den Bedarf an Hilfe zu ermitteln.

Hilfe für Ostafrika 11.08.2011

Am heutigen Abend sind sechs Mitglieder des ersten kompletten Einsatzteams Richtung Kenia abgeflogen. Mit Teamleiter "Keks" Koller reisen Dr. Ekkehard Michel, Dr. Alexander Krenauer, Florian Köglmeier, Stefan Bachmaier und Gernot Schönfeld über Dubai nach Nairobi. Von dort wird der Weg bis nach Wajir, bzw. Laghbogel, mit dem Auto zurückgelegt. Das Erkundungsteam freut sich schon auf die Verstärkung, bzw. Ablösung.

In Kenia laufen weiterhin die Erkundungen, in welchen Regionen um Wajir immer noch Flüchtlinge keinen Zugang zu Trinkwasser und medizinischer Versorgung haben. Desweiteren wird bei den Zollbehörden bereits jetzt schon alles vorbereitet, damit die dringend benötigten Hilfsgüter sowie die Ausrüstung reibungslos, direkt nach deren Ankunft, eingeführt werden können.

 

Hilfe für Ostafrika 12.08.2011

Die restlichen zwei Mitglieder des ersten Einsatzteams, Birgit Katzenbogner und Christopher Helmbrecht, sind heute Abend planmäßig vom Flughafen München über Dubai nach Nairobi abgeflogen. Auch sie haben wieder jede Menge Hilfsgüter und Ausrüstungsgegenstände im Gepäck. Da einige benötigten Materialien erst kurz vor dem Abflug geliefert wurden, konnte nicht Alles per Fracht versendet werden. Das bedeutete für die Navis-Helfer am Flughafen, dass ein Teil der Ausrüstung am Sperrgepäckschalter abgegeben werden musste. Wir wünschen auch Euch eine Gute Reise und dass Ihr gesund wiederkommt!

Inzwischen läuft in Nairobi weiter der Kampf mit der Kenianischen Bürokratie. Es stellt unser Erkundungsteam vor eine unlösbare Aufgabe, die in der Fracht befindliche, mehrere Tonnen schwere, Hilfslieferung noch am Wochenende durch den Zoll zu bringen. Dadurch wird es leider immer wahrscheinlicher, dass Navis nicht vor Dienstag mit dem dringend benötigten Feldlazarett und den Wasseraufbereitungsanlagen in Betrieb gehen kann.

Der erste Teil des Einsatzteams ist währenddessen überpünktlich in Nairobi angekommen. Die Einreise verlief ohne Probleme und allen Teammitgliedern geht es gut. Nachdem das Team vollständig ist, werden die Hilfskräfte über Garissa nach Laghbogel fahren und nach dem Eintreffen der Fracht direkt mit der Inbetriebnahme des Feldlazaretts und der Wasseraufbereitungsanlagen beginnen.