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Berichte vom 03.09. - 09.09.2011

 

Hilfe für Ostafrika 03.09.2011

Neben den üblichen vielen Hilfesuchenden hatte das Navis-Team heute einen besonderen Patienten zu behandeln. Direkt neben dem Camp ist ein Dromedar vor Erschöpfung zusammengebrochen. Natürlich konnten die Helfer nicht tatenlos zusehen und versorgten das Tier mit Wasser und Futter. Am Abend konnte das Tier schon wieder mit der Hilfe von Einheimischen aufstehen und zu seiner Herde zurückkehren. Die beiden Trinkwasseraufbereitungsanlagen lieferten heute auch wieder etwa 18.000 Liter sauberes Trinkwasser.

Das 3. Hilfs-Team von Navis ist seit heute auf dem Weg nach Lagbogol. Gegen 22:30 starteten Teamleiter Benjamin Bäcker und Dr. Heidi Bauer, Dr. Peter Otto, Alexandra Römer, Florian Krebs, Helmut Stoll, Alexander Beck, Sebastian Reindl, Hermann Wenninger sowie Jürgen Arnold per Flugzeug via Dubai nach Nairobi. Dort erwartet sie eine fast zweitägige Autofahrt nach Lagbogol, das im Nordosten Kenias liegt. Die genaue Lage des Navis-Camps ist 1° 17' 43,48" N, 39° 49' 59,73" O .

Vom Flughafen München aus wurde gestern eine etwa sechs Tonnen schwere Hilfslieferung auf den Weg nach Nairobi gebracht.

 

Hilfe für Ostafrika 04.09.2011

Die Hilfslieferung ist in Nairobi angekommen. Jetzt beginnt wieder der Kampf mit der kenianischen Bürokratie. Hoffentlich wird es dieses Mal gelingen, die Fracht zeitnah ins Land zu bringen.
Da der Versuch einen Wassertransporter zu bekommen, der uns permanent zur Verfügung steht scheiterte, beschloss man einen Tank der 1000 ltr. Fassungsvermögen hat und auf dem Pickup befestigt werden kann, zu kaufen um die abgelegenen Dörfer besser mit Trinkwasser versorgen zu können.
Die Techniker hatten wieder Wartungs- und Reparaturarbeiten an der bestehenden Brunnenanlage durchzuführen.
Da es gelegentlich zum Handel von Trinkwasser kam, wurde der District Officer informiert, der darauf mit den Dorfältesten im Camp erscheint, nach einer Aussprache unter Allen versprachen die Dorfältesten persönlich dafür zu sorgen, dass der Handel eingestellt wird und bedankten sich noch einmal für die bisher geleistete Arbeit.
Bei den Medizinern wurden heute etwa 60 Patienten behandelt.

 

Hilfe für Ostafrika 05.09.2011

Das Team 3 erreichte gegen Abend Wajir und wollte sofort am Morgen ins Camp aufbrechen um mit der Übergabe Team 2 zu beginnen. Dabei gab es leider auch ein paar Schwierigkeiten, die Fahrer hatten sich ausgesperrt, eine Motorhaubenhalterung brach während der Fahrt und eine Reifenpanne verspätete die Ankunft im Camp, bei dieser Gelgenheit konnten sich die Techniker gleich beweisen.
Gegen 15:00 Uhr erreichten sich letztendlich das Camp, wobei noch reichlich Zeit war eine ordentliche Übergabe bis spät in die Nacht zu machen.
Wir wünschen dem Team 3 bei ihrem Einsatz alles Gute und vie Erfolg und Bedanken uns beim Team 2 für die geleistete Arbeit.

 

Hilfe für Ostafrika 06.09.2011

Heute begann die Arbeit vom Team 3. Da sich die Situation mit dem Wasserverkauf noch nicht verbessert hat, wurde auf Anraten der Dorfältesten die Wasserausgabe gestoppt. Während des Wasserstopps wurde an den Stromaggregaten ein Kundendienst durchgeführt um die Zeit sinnvoll zu nutzen. Kurz vor Mittag gab es dann eine Einigung der Dörfer und es wurde sofort wieder frisches Trinkwasser produziert. Bis gegen Abend wurden wieder 10.000 ltr. Trinkwasser ausgegeben.
Der neu gekaufte Wassertank wurde mit den richtigen Anschlüssen versehen, damit er auf dem Pickup verwendet werden kann. 

Unsere Medizinabteilung versorgte an verschiedenen Stellen etwa 60 Patienten, dabei waren viele unterernährte Säuglinge, die von ihren Müttern zu uns gebracht wurden.

 

Hilfe für Ostafrika 07.09.2011

Die Wasseraufbereitungsanlagen liefen gestern bis etwa 23:00 Uhr, bis alle Vorratsbehälter voll waren. Somit konnte schon ab 06:00 Uhr Trinkwasser für die Bevölkerung ausgegeben werden. Anscheinend haben die Dorfältesten Wort gehalten, da die Ausgabe ohne Probleme verlief. Einige Mitglieder fuhren nach Wajir um Ersatzteile für die bestehenden Generatoren zu kaufen, dabei wurde auch das Krankenhaus besucht und über Möglichkeiten geredet, wie das Hospital mit Trinkwasser versorgt werden kann.
Die Mediziner hatten heute wesentlich mehr Patienten als am Vortag zu behandeln, es waren ungefähr 150 Patienten bei uns. Unter anderem musste auch bei einem Jungen eine Nachoperation an einem Abszess durchgeführt werden.
Am  Nachmittag besuchte uns ein Arzt, der alle 3 Wochen nach Laghbogol kommt, dieser war sehr beeindruckt von den Möglichkeiten die das Camp-NAVIS bietet, ebenfalls besuchte uns eine kleine Delegation von "Save the Children".

 

Hilfe für Ostafrika 08.09.2011

Heute stand für die Techniker die Wartung der Trinkwasseraufbereitungsanlagen auf dem Programm, dies wurde sofor am Morgen um 06:00 Uhr durchgeführt, dadurch war die Wasserausgabe nicht betroffen, da die Behälter voll waren. Nach der Wartung liefen beide Anlagen problemlos bis 23:00 Uhr auf Hochtouren.
Die Mediziner hatten heute etwa 130 Patienten zu versorgen. Am Nachmittag besuchte eine NAVIS-Delegation die örtliche Health Care Station um sich ein Bild der med. Versorgung vor Ort zu machen (siehe auch Bilder Team 3).
Das Krankenhaus in Wajir wurde ebenfalls besucht um festzustellen, was alles benötigt wird um die Wasserversorgung herzustellen. Mit Enttäuschung mussten unsere Leute feststellen, dass es doch größere Probleme gibt als zuerst angenommen.
Diese beiden Besuche waren sehr aufschlußreich um das System "Kenia" zu verstehen.

 

Hilfe für Ostafrika 09.09.2011

Am heutigen Tag waren sehr viele Besucher von verschiedene Organisatinen , wie "Save the children", "Care", Mitarbeiter vom Gesundheitsamt, sowie sog. "Health Worker", bei uns um sich über unsere Arbeit zu informieren. Der Organisation "Care" wurde auf derer Bitte Antibiotika für Kinder mitgebeben.
Die Mediziner hatten im Camp etwa 130 Patienten zu versorgen, überwiegend Durchfall und Hautkrankheiten. An Babys und Kleinkinder wurde die entsprechende Nahrung verteilt.
Die Wasseraufbereitungsanlagen liefen wieder mit voller Leistung, da die Wasserausgabe ohne Probleme verlief. Am Nachmittag fuhr ein Trupp los um zwei kleine Ortschaften in der Umgebung mit Wasser und und med. Hilfe zu versorgen. In diesen Ortschaften wurden dabei 40 Patienten behandelt und das Wasser wurde dankend angenommen.