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Berichte vom 01.10. - 07.10.2011

 

Hilfe für Ostafrika 01.10.2011

Ein herzliches Willkommen an das Team 4! Pünktlich gegen 13:00 Uhr landeten die zwölf Navis-Helfer, nach ihrer 48 stündigen Heimreise, auf dem Münchener Flughafen. Alle sind gesund und wohlauf und wurden von vielen Bekannten und Verwandten in Empfang genommen. Können sich die heimgereisten Navis-Helfer jetzt ausruhen, hat das Team 5 in Kenia alle Hände voll zu tun. Im Camp und während eines Außeneinsatzes konnten über 125 Patienten behandelt werden. Ein Patient wurde zur stationären Aufnahme ins Krankenhaus nach Wajir gebracht. Mittlerweile bekommen die Navis-Helfer immer öfter von Patienten zu hören, dass diese eine mehrtägige Anreise hinter sich haben, um sich vom sehr gut ausgebildeten medizinischen Personal von Navis untersuchen und behandeln zu lassen. Am zweiten Salzwasser-Brunnen in Laghbogol, an dem Navis zwei Wasseraufbereitungsanlagen installiert hat, konnte heute ein neuer Stromerzeuger in Betrieb genommen werden. Damit ist die Stromversorgung der Pumpenanlage und der Wasseraufbereitungsanlage langfristig gesichert.

 

Hilfe für Ostafrika 02.10.2011

Die Entführung einer Touristin von einer kenianischen Insel nahe der somalischen Grenze bleibt für das Navis-Team nicht ohne Folgen. Der Chief von Laghbogol besteht darauf, dass die Navis-Helfer ab jetzt auf einem bewachten Polizeigelände übernachten. Dazu wurde ein Zelt, das bisher als medizinisches Lager genutzt wurde, abgebaut und als gemeinsames Schlafzelt auf dem Polizeigelände wieder aufgebaut. Neben vielen Patienten, die im Camp behandelt wurden, musste eine Mutter mit ihrem Neugeborenen zur stationären Aufnahme ins Krankenhaus nach Wajir gefahren werden. Die vier Trinkwasseraufbereitungsanlagen, je zwei an den Brunnen in Laghbogol Süd und West, produzierten heute etwa 24.000l sauberes Trinkwasser.

 

Hilfe für Ostafrika 03.10.2011

Heute wurde weiterhin an der dauerhaften Installation der Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Stromgeneratoren gearbeitet. Beide Brunnen in Laghbogol werden mit je zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen und einem Generator ausgestattet. Um alle Anlagen muss eine Einhausung gebaut werden, um diese vor Schäden durch Wetter oder unsachgemäße Benutzung zu schützen. In Laghbogol West ist die Schuzhütte bereits fast fertiggestellt, für die Südanlagen müssen noch Materialien eingekauft werden. Ein Fundament für den fast eine Tonne schweren Stromerzeuger, der in Laghbogol West stehen soll, konnte heute fertiggestellt werden. Im Lazarett und beim Außeneinsatz konnten wieder viele Patienten mit benötigten Medikamenten, sowie Kinder mit entsprechender Nahrung, versorgt werden.

 

Hilfe für Ostafrika 04.10.2011

Der Stromerzeuger für die Brunnenanlage in Laghbogol West konnte heute mit vereinten Kräften von kenianischen und deutschen Navis-Helfern vom bisherigen Standort auf das Fundament in der Schutzhütte gehoben werden. Jetzt steht der Fertigstellung der Einhausung an dieser Brunnenanlage nichts mehr im Weg. Durch diese personalintensiven Arbeiten, war heute leider kein Außeneinsatz eines Medizinerteams möglich. Darum wurden Behandlungen heute ausschließlich im Lazarett durchgeführt. Die kenianischen Techniker, die bereits vom letzten Navis-Team in die Bedienung der Trinkwasseraufbereitungsanlagen eingewiesen wurden, haben immer mehr Verantwortung zu tragen. Ihnen obliegt mittlerweile das morgendliche Starten und das abendliche Abschalten der Anlagen, das von den Navis-Technikern nur noch überwacht wird. Bis zum Abzug von Navis aus Kenia, sollen auch Wartungs- und Reparaturarbeiten von örtlichen Technikern durchgeführt werden können.

 

Hilfe für Ostafrika 05.10.2011

Medizinische Verstärkung ist im Navis-Camp eingetroffen. Dr. Gerhard Schlenk kam heute in Laghbogol an und wird sowohl das Team 5 als auch das Team 6 tatkräftig unterstützen. Beim heute erfolgten Außeneinsatz konnte er gleich seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. So mussten zum Beispiel chirurgische Eingriffe, wie Fremfkörperentfernung und Brandwundenbehandlung, gemeistert werden. Neben reichlich Babynahrung konnten auch etwa 1500l Wasser an die Bevölkerung abgegeben werden. Im Lazarett selbst waren heute hauptsächlich Patienten mit Dehydratationserscheinungen zu behandeln. Die Wasseraufbereitungsanlagen liefen den ganzen Tag über ohne nennenswerte Probleme und produzierten damit etwa 24.000l Trinkwasser.

 

Hilfe für Ostafrika 06.10.2011

Der heutige Tag stand für das Navis-Team in Kenia ganz im Zeichen der langfristigen Installation der Trinkwasseraufbereitungsanlagen und der Stromerzeuger. An der noch nicht fertiggestellten Einhausung der Anlagen an der Brunnenanlage im Südteil von Laghbogol wurde heute fleißig gearbeitet, so dass in den nächsten Tagen nur noch kleine Restarbeiten zu erledigen sind. Das Arbeiten in der kenianischen Hitze ist sehr kräftezehrend. Deshalb wird bereits bei der Tagesplanung der Aktivitäten von den Teams darauf geachtet, dass die anstrengenden Aufgaben am Morgen oder am späten Nachmittag erledigt werden. Im Lazarett musste heute u.a. eine großflächige Brandwunde erstversorgt werden und ein ausgedehnter Abszess entfernt werden. Beide Patienten wurden zur weiteren Beobachtung und Wundnachsorge im Lazarett stationär aufgenommen.

 

 

Hilfe für Ostafrika 07.10.2011

Schon wieder waren im Lazarett größere Behandlungen durchzuführen. Bei einem weiteren Patienten musste ein Abszess entfernt werden und wieder kam ein Kind mit einer Verbrennung am Fuß hilfesuchend in unser Lazarett. Nebenbei mussten auch wieder dutzende Patienten behandelt werden, die Anzeichen von Dehydratation aufwiesen, Hautkrankheiten hatten, o.ä. Das Technik-Team hatte alle Hände voll zu tun, als eine Förderpumpe der Trinkwasseraufbereitungsanlagen ihren Dienst versagte. Diese wurde schließlich ausgetauscht, sodass alle Anlagen wieder zuverlässig und stabil laufen. Die Einhausung der technischen Anlagen an der Brunnenanlage von Laghbogol-Süd ist heute fast fertiggestellt worden. Einen außergewöhnlichen Besuch gab es heute im Navis-Camp. Eine Schulklasse einer nahen Privatschule kam vorbei, um sich das Prinzip der Wasseraufbereitungsanlagen erklären zu lassen. Beim Gespräch mit den Schülern wurde deutlich, dass viele Bürger falsch informiert sind, wie aus dem für Menschen schädlichen Salzwasser, genießbares Trinkwasser wird. Viele glauben, dass das nur mit massivem Einsatz von Chemikalien machbar sei. Dieser Irrglaube konnte bei der Schulklasse ausgeräumt werden, die tatsächliche Wirkweise wird sich hoffentlich durch diese Schüler in der Region herumsprechen.